Musik war Trumpf bei den Clowns um Kursleiterin Susanne Karl (zweite von rechts). Bild: fm

28.08.2012 -

Sommercamp im „Seminarhaus" Deinsdorf mit der Grundausbildung für angehende Clowns

Deinsdorf. Als ganz normale Gäste kamen sie im "Seminarhaus" an. Für ein paar Tage streifte das Dutzend Teilnehmer dann die Alltagskleider ab und verwandelte sich in Clowns. Im Sommercamp mil der Pädagogin und bildenden Künstlerin Susanne Carl aus Nürnberg lernten sie, die Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und auch so darzustellen.

Allein der Aufenthalt im ökologisch geführten „Seminarhaus" bedeutet schon Erholung von Hast und Eile. Und dazu noch der Kurs im Zeichen der roten Nase des manchmal tollpatschigen Clowns!

Wenn auch locker, so doch nachhaltig übten die Teilnehmer die Grundtechniken für dessen Verhalten Kostümierung, Perücke und Zubehör, zum Beispiel Musikinstrumente.

Mehr noch ging die Ausbildung auf das Verhalten und die Körpersprache des Clowns ein. Hier waren die Beobachtung und das Aufspüren der Reaktionen auf den Alltag gefragt - praktisch das Vorhalten bei sich selbst. Dies im Kontakt zum Publikum in Szenen mit wenig Worten und mehr Pantomime umzusetzen, führt dann zum Ergebnis, dass der Zuschauer begreift, worum es geht.

Die Schüler waren gegen Ende des Kurses so weit, dass sie sich in die Öffentlichkeit wagten. Die bunten Gestalten fuhren ins nahe Hersbruck und mischten sich auf dem Marktplatz unter die Passanten. Musik und tänzerische oder tollpatschige Kapriolen lenkten die Blicke auf die „roten Nasen" und zauberten ein Lächeln auf die Gesichter. Damit war Zweck schon erreicht, dem grauen Alltag bunte Farbtupfer für Gemüt und Seele zu geben.

Zum Abschluss zogen die Teilnehmer und Susanne Carl ein zufriedenes Fazit der gemeinsamen Tage und schlüpften wieder in ihre "normale" Kleidung und das Leben zu Hause.

Franz Müller, n-land.de