1992 kauften wir ein denkmalgeschütztes oberpfälzisches Bauernhaus in Deinsdorf, das unseren Wünschen entsprach: es liegt in einer wunderschönen ländlichen Gegend, ist gut an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden, groß genug für Seminargruppen und von einem weitläufigen Garten umgeben.

Wir, eine Gruppe von drei Frauen und drei Männern, gründeten den "Verein zur Förderung des Seminarhauses Deinsdorf" und begannen mit dem Umbau. Nach 5- jähriger mühsamer Bauzeit war es uns - zum großen Teil in Eigenarbeit - schließlich gelungen, das alte, heruntergekommene Gebäude zu einem geschmackvollen und einladenden Seminarhaus umzubauen.

Wir legten großen Wert auf den Erhalt der alten Bausubstanz und vor allem auf eine ökologische und biologische Bauweise, was uns bald die "Grüne Hausnummer", eine Anerkennung der Kommune einbrachte, sowie einen Kulturpreis der Volksbank/Raiffeisenbank.

Während der Zeit des Umbaus waren uns die internationalen Workcamps mit Jugendlichen aus aller Welt, die jährlich sechs Wochen bei den Bauarbeiten, der Gartengestaltung und im Haushalt halfen, eine willkommene Unterstützung. Aber auch viele Freunde und Bekannte wirkten mit, das Projekt zu verwirklichen. Damals entstand auch der Freundeskreis, eine Gruppe von etwa 15 Personen, die uns seither mit Interesse, Rat und Tat begleiten.

Das Projekt wird derzeit von zwei Geschäftsführerinnen hauptsächlich ehrenamtlich verwaltet. Zwei Jungendliche aus Deutschland bzw. einem anderen europäischen Land verbringen ein ökologisches Jahr im Seminarhaus, bekommen Einblick in den Seminarhausbetrieb, lernen Schafe zu betreuen, den Garten zu pflegen und ökologisch zu wirtschaften.

Seit 1997 steht das Haus für unsere eigenen Seminarangebote sowie für fremde Gruppen und deren Veranstaltungen zur Verfügung.

Vor kurzem ist durch den Ausbau der alten Scheune ein weiterer großer Seminarraum dazugekommen und die Gesamtgestalt des Anwesens wurde abgerundet, sodass es auch gerne für Familienfeiern und andere Feste in Anspruch genommen wird.